Vorstellung:
Mickey Gang

(Von Jéssica)

Das Leben ist langweilig geworden? Keine Angst, die Mickey Gang ist hier um alles wieder in Ordnung zu bringen!

Gerade als die brasilianische Rockszene verstorben schien und aus jeder Ecke des Landes Emo-Bands zum Leben erwachten, krempelten andere ihre Ärmel hoch, um mit fröhlicher Musik die Langeweile zu vertreiben und die Lage zu retten. Alles begann mit CSS (Cansei de Ser Sexy) und ihr Motto: „Nimm dich (und die Musik die du machst, die Musik die du hörst, das Leben das du lebst) nicht zu ernst.“ So hat es angefangen; Das Chaos war perfekt. Eyeliner und enge Jeans wurden gegen extrem bunte Outfits ersetzt, und die gefühlsbetonte, intropestive Musik machte langsam aber sicher Platz für eine lustigere mit eingänglicherem Rhythmus.

Doch wenn ihr denkt, das machte alles nur noch schlimmer, dann täuscht ihr euch. Denn ein paar Jugendliche entsprangen aus dieser „New Neon Rainbow“ Welle, die sich entscheidend abhoben. Eine solche Band ist Mickey Gang.

Es waren einmal vier junge Herren, geboren in den 90ern – Arthur Marques (Keyboard und Gesang), João Bella (Schlagzeug), Ricardo Vieira (Gitarre) und Bruno Magalhães (Bass) – die, ganz plötzlich während eines gemütlichen Beisammenseins beschlossen eine Band zu gründen und was damit endete dass sie eine Menge Indie-Kids Übersee erreichten. Mit simplen, aber originellen Texten, ziehen sie ihre eigene Generation durch den Kakao und bringen sie gleichzeitig mit ihren eingängigen Riffs zum Tanzen. Obwohl sie Brasilianer sind, sind all ihrer Texte auf Englisch geschrieben. Englisch das sie sich dank der Macht des Internets selbst beigebracht haben. Es ist dieselbe Do It Yourself Botschaft die CSS propagierten, allerdings mit zusätzlichen Synths und der Albernheit der Jugend des neuen Jahrhunderts.

Sie sind jung, sorgenfrei und wie es sich in ihren Texten widerspiegelt, jederzeit in der Lage alles hinter sich zu lassen. Sie kosten ihre jugendlichen Tage voll und ganz aus, mit 90er Jahre Vorbildern, Sitcoms, Unschuld und tanzenden Pferden, in einer Welt die sie sich selbst erschaffen haben. Diese Welt läd’ zu einem Drink ein und zum Tanzen bis die Füße bluten. Sie sind nicht die beste Band aller Zeiten, noch werden sie jemals die Rockmusik retten, doch sie machen ihre Sache gut. Unbeschwerte Zeiten, solange man sie lässt.

Am Ende des Tages allerdings fängt die Jugend an zu verblassen; die Parties neigen sich ihrem Ende zu. Nach einer kurzen, aber rasanten Karriere, die nur fünfzehn Monate anhielt, beschlossen sie die Show zu beenden. Aber nichts ist beständig und selbst die Alten brauchen es manchmal zum Tanzen aufgefordert zu werden. Also, wer weiß? Vielleicht, eines Tages, während du ausgehst, dich amüsierst mit einem Drink in deiner Hand wird dir diese Gang wieder über den Weg laufen.



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